Fachlicher Ansatz

Die pferdeosteopatische Behandlung beginnt immer mit der Anamnese des Pferdes:

Strukturdaten:

  • Name
  • Alter
  • Geschlecht
  • Etc.

Sodann wird das Äussere des Pferdes beurteilt (Adspektion)

  • Gebäudebeurteilung im Stand
  • Ganganalyse in Schritt und Trab an der Hand
  • Etc.

Dem folgt das Abtasten des Pferdes (Palpation)

  • Fell?
  • Schwellungen?
  • Zustand der Muskulatur?
  • Etc.

Die eigentliche pferdeosteopathische Arbeit beginnt dann mit dem Durchbewegen der einzelnen Gelenke. Mit diesen Tests wird die Freigängigkeit der Gelenke geprüft. Dem liegt die anatomische Kenntnis über die Freiheitsgrade der einzelnen Gelenke zugrunde. Allerdings müssen die individuellen Voraussetzungen des Pferdes berücksichtigt werden: Alter, Rasse etc.

Direkt nach dem Test wird das jeweilige Gelenk korrigiert. Dazu stehen verschiedene Techniken zur Verfügung: Thurst, Side of ease/side of barrier, etc. Das entscheidende dabei ist die richtige Auswahl der Korrekturtechnik. Dazu hat die BESW Leitlinien entwickelt, die den Kursteilnehmern die Auswahl der richtigen Korrekturtechnik erleichtern soll, ohne ihnen die endgültige Entscheidung abzunehmen. Wir wollten keine sture Richtlinie entwerfen, die unter allen Umständen anzuwenden ist, weil das nicht funktionieren würde.

Bei Bedarf kann nach der Korrektur von Blockaden, ein erneuter Bewegungstest zur Erfolgskontrolle durchgeführt werden.

Pferdeosteopathie ist kein Allheilmittel für alle Funktionsstörungen. Daher erfahren Sie nicht nur, wann sie besonders sinnvoll ist. Z.B. bei:

  • Problemen beim Stellen, Biegen, Angaloppieren
  • Taktstörungen
  • Etc.

Sie erfahren auch, wann eine pferdeosteopathische Bearbeitung auf keinen Fall sinnvoll ist. Z.B. bei:

  • Akuten Verletzungen oder Erkrankungen
  • Tragenden Stuten
  • Etc.