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Ad dispense Kleber
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Text: Robert Krämer, Hufpfleger, Huftechniker
und Dr. Alexander Wurthmann
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| Begonnen
hat alles mit einer guten Idee: Es müsste eine alternative
Klebetechnik geben, die den Beschlag direkt auf den Huf bringt,
ohne dabei mit Klebeschuhen oder anderen Trägern arbeiten zu
müssen. Doch leider hatte diese Idee schon jemand anderes:
GS-Industries aus Waldfischbach in der Pfalz bietet Ad Dispense
an. Ein Kleber, der bei GS neben allerlei Produkten für Betrieb
von Aquarien vertrieben wird und den man dort „für den
professionellen Einsatz am Huf geeignet“ anbietet.
Produktbeschreibung Doch der Reihe nach.
Zur Verwendung des Ad Dispense-Set benötigt man:
- Aceton zum Entfetten der Hufe und Beschläge - Distanzstreifen - die zu verarbeitenden Alu- oder Kunststoffbeschläge - Ad Dispense (Kleber mit entspr. Auspresspistole) - Mischtüllen - Klebeband zum fixieren der Beschläge (bis zum Aushärten)
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Anwendung Der für den Beschlag
ausgeschnittene Huf wird mit Schleifpapier angerauht und entfettet.
Die in Form gebrachten Beschläge sind ebenfalls zu entfetten
und mit den selbstklebenden Distanzstreifen zu bekleben, um einen
gleichmäßigen Abstand zwischen Huf und Beschlag gewährleisten
zu können. Das Ist nötig, damit man genügend und
gleichmäßig viel Kleber zwischen Huf und Beschlag bringen
kann und die ganze Klebemasse durch das Andrücken des Beschlags
auf den Huf nicht herausgedrückt wird. |
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![]() Jetzt wird der Kleber gleichmäßig auf den für den Huf vorbereiteten Beschlag aufgebracht |
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Anschließend bringt man den Beschlag auf den Huf auf und drückt ihn soweit an, dass die Distanzstreifen gleichmäßig auf dem Huf aufliegen. Die überflüssige, heraus quellende Klebemasse wird gleichmäßig innerhalb und außerhalb des Beschlages verstrichen.
Nach 3 – 5 Minuten Antrocknungszeit kann der Beschlag mit einem Klebeband oder Strechfolie am Huf fixiert werden und das Pferd kann den Huf belasten. |
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Testbetrieb
Wir
können uns kurz fassen. In diesem Versuch musste leider die
Beobachtung gemacht werden, dass die Klebemasse selbst nach 10 Minuten
nicht annähernd fest wurde und das Bein auch nach 15 Minuten
Wartezeit noch nicht abgestellt werden konnte. Selbst nach einem
erneuten Versuch konnte kein besseres Ergebnis erzielt werden. Auch
war der Hersteller zu keiner vernünftigen Reaktion auf Rückfragen
durch den testenden Huftechniker mit jahrelanger Erfahrung in Klebeprodukten
in der Lage. |
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| Fazit
Lassen Sie mich das
Ergebnis mit dem physikalischen Vergleich von Arbeit und Leistung
beginnen. Vereinfacht: Arbeit ist, wenn man sich bemüht, Leistung
ist, wenn dabei auch etwas heraus kommt. Oder hier: Das Aufbringen
des Klebers von .... (mir ist der Name schon entfallen) war sehr
arbeitsintensiv. Hätte er gehalten, wäre das eine sehr
schöne Leistung gewesen.
Ich wage nicht, mir
vorzustellen wie ein anderes von GS (auch ja, GS) angebotenes Produkt
den Praxistest bestünde: „Fastener Rep“, ein Mittel
zum Reparieren von Hufspalten „in kürzester Zeit“.
Die Fotos auf der website von GS lassen schlimmes befürchten.
Da wurde fleißig an toten Hufen im Schraubstock geübt
und obwohl das arme Pferd noch nicht einmal mehr wegzucken konnte,
gelang es den tapferen Mannen von GS noch nicht einmal, scharfe
Fotos zu machen.
Nun ja. Man kann den
GS-lern nur empfehlen, bei den Aquarien zu bleiben und ihnen wünschen,
dass sie damit weniger schmerzliche Bauchklatscher erleben als mit
dem hier getesteten Produkt.
Bezugsquelle Wir verzichten auf die Nennung einer Bezugsquelle Alle Rechte, auch der Übersetzung in fremde Sprachen liegen bei der BESW Hufakademie. Kein Teil der Publikation darf ohne schriftliche Genehmigung der BESW Hufakademie in irgendeiner Form – durch Photokopie, Mikroverfilmung oder irgend ein anderes Verfahren – reproduziert oder in eine von Maschinen, insbesondere von Datenverarbeitungsmaschinen, verwendbare Sprache übertragen werde, das gilt auch für jedwede digitale Verarbeitung oder Verwendung in Datennetzen. Der Testbericht als download Zurück zu den anderen Testberichten |
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