Hoof-it Hufpflegeset ![]() |
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Test: Susanne Fuchs, Hufpflegerin
Text: Susanne Fuchs, Hufpflegerin und Dr. Alexander Wurthmann Fotos: Dr. Alexander Wurthmann Redaktion:Dr. Alexander Wurthmann |
Hoof-it und Heinz Haffner – beides sind bekannte Größen bei den Hufpflege-Werkzeugen beidseits des Atlantiks. Geboren in München – wohin es ihn immer wieder hinzieht – und jetzt wohnhaft im schönen Californien, versorgt er uns seit mehr als einem Jahrzehnt mit einem sehr großen Sortiment an Werkzeugen und angrenzend allerlei Nützlichem. Meist zu sehr wettbewerbsfähigem Preis. Und nun ein Angebot zum Start in den Hufpflege-Beruf. Was lag also näher, als den Test einer Berufsanfängerin anzuvertrauen. |
Produktbeschreibung und Testbetrieb |
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Das Starterpaket bedient sich bei dem reichlich vorhandenen Sortiment von Hoof-it und umfasst
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Hoof-it Hufbock Produktbeschreibung |
Wir haben den Hufbock bereits früher ausführlich getestet.
Es handelt sich um einen grünen Kunststoffhufbock mit verstellbarer Auflegeschale. Darin ist eine Auflegestange mit Gummikopf integriert, sechseckige Bodenplatte mit ca. 46 cm Durchmesser, Auflegeschale minimale Höhe ca. 45 cm – maximale Höhe ca. 70 cm. |
Testbetrieb |
Man legt die Hufe zur Bearbeitung des Strahls bzw. der Sohle auf die mit Hartgummi gepolsterte Schale. Viele Pferde – besonders ältere – empfinden dies als sehr angenehm, da sie so ihr Gewicht nicht selber tragen müssen und sich besser ausbalancieren können. In der Regel kann man nun mit zwei Händen arbeiten, da man das Pferdebein nicht festhalten muss. Es hat sich jedoch als hilfreich herausgestellt, das Pferdebein etwas mit dem Knie an der Auflegeschale zu fixieren. Wenn man gewohnt war, die Hufe der Pferde zwischen den Beinen einzuklemmen, bedeutet das neue System eine Umstellung. Zur Bearbeitung der Hufe von außen stellt man den Huf auf die mit einem Gummikopf versehene Auflegestange. Das Besondere ist, dass diese im Rohr der Schale integriert ist. Es entfällt das lästige Wechseln der Aufsätze. |
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Man löst den Schnellverschluss und zieht die Stange einfach heraus. Sehr angenehm wurde die wirklich stufenlose und einfache Arretierung empfunden. Es kam nur vereinzelt vor, dass sich schwere oder sehr faule Pferde zu sehr auf den Hufbock aufstützten und die Stange in das Rohr schoben. Dies lag aber immer daran, dass das Rohr nicht mit der Nut an der stärksten Stelle des Feststellmechanismus war.
Nachteilig war bei kleineren Pferden wie Isländern, Haflingern, Quarter Horses und Ponys manchmal die Bearbeitung der Hinterhufe von außen, da man die Stange des Hufbocks nicht niedriger als 45 cm einstellen kann. So ist beim Beraspeln der Hufe oftmals die Schale im Weg. Obwohl die Schale von Hoof-it inzwischen nachgebessert und seitlich stark eingezogen wurde, ist das Problem immer noch nicht optimal gelöst. Alternativ kann man den Huf auf einer Seite der Schale auflegen, was aber wegen der Pferdegröße nur begrenzt möglich ist. Wenn die Hufe der Pferde nass waren kam es auch des Öfteren vor, dass sie von dem Gummikopf rutschten. |
Fazit |
Der Hufbock ist sehr empfehlenswert wenn man hauptsächlich größere Pferde bearbeitet. Für Ponys o. ä. wäre eine „Klein-Version“ wünschenswert. Ebenso wurde ein Magnet am Hufbock vermisst, an dem man z. B eine Raspel oder einen Nipper während des Werkzeugwechsels befestigen kann. |
Hoof-it Schürze Produktbeschreibung |
Auch die Hoof-it Schürze haben wir bereits früher ausführlich getestet.
Es handelt sich um eine leichte, schwarze Schürze aus Baumwoll-Mischgewebe mit großen ovalen Lederaufsätzen,
... die mit Klettverschluss befestigt sind.
Beidseits findet sich unten an der Schürze je eine Messertasche aus Leder, die auch mit Klettmaterial an der Schürze befestigt ist. Die Abnehmbarkeit aller Lederteile ist besonders positiv hervorzuheben, da man so die Schürze im Bedarfsfall waschen kann. Am unteren ende der Schürze befindet sich noch eine sehr kleine Tasche (7 x 8 cm) aus gleichem Material wie die Schürze. Ihr Sinn ist nicht sofort erkennbar, aber vermutlich dient sie zur Aufbewahrung von Hufnägeln |
| Testbericht |
Die Schürze ist mit einem ca. 4 cm breitem Nylonband und einem Schnappverschluss ausgestattet, was ein sehr schnelles Anlegen um die Hüften ermöglicht. Dieses System ermöglicht ein stufenloses Einstellen der Taillenweite, dass sich leider sehr leicht wieder lockert.
Die Weite der Schürze um die Beine wird mit verstellbaren Nylonbändern reguliert.
Befestigt wird das Ganze relativ weit oben seitlich am Gesäß mit Klettverschluss - leider ging diese Befestigung dauernd auf. Die großen Lederaufsätze sind sehr angenehm. Man sollte jedoch unbedingt auf die richtige Größe achten.
Ist die Schürze zu groß, sind die unteren Kanten beim Knien schmerzhaft. Versucht man das zu vermeiden, ist das Knie gerade noch mit Baumwollstoff bedeckt und deshalb schlecht geschützt.
Innen, an den Oberschenkeln, könnte die Schürze samt Leder großzügiger ausgelegt werden, denn wenn man die Hufe/Beine der Pferde zwischen den Knien einklemmt, wird man schmutzig und die Verletzungsgefahr ist relativ groß.
Die seitlichen Messertaschen sind relativ weit unten angebracht. Im Stehen kann man (bei einer Größe von 1,70 m) die Messer kaum erreichen
... und muss sich dazu bücken oder hinknien, was etwas lästig ist. Positiv war die Größe der Taschen. Man kann sogar zwei Messer in eine Tasche stecken und hat evtl. noch Platz für einen Hufkratzer. |
| Fazit |
Die Hoof-it Schürze ist bedingt empfehlenswert. Als sehr unangenehm wurde die Befestigung der Beinschlaufen empfunden, da sie ständig aufgingen und die Schürze dann lose um die Beinen hing und sogar störend war. Die Oberschenkelpolster sind für einen effektiven Schutz zu klein. Gut sind die ablösbaren Lederteile und die Größe der Taschen. Wenn die Messertaschen noch etwas weiter oben sitzen würden, wäre die Hoof-it Schürze eine wirklich gute Alternative zu einer schweren Lederschürze. |
Hufschneidezange Produktbeschreibung |
14“ Hufschneidezange mit langen, schlanken, leicht auseinander gehenden Griffen. Durch diese Griffführung ist es möglich mit einer Hand zu arbeiten, ohne sich die Finger einzuquetschen. Die Zange sieht dem GE Nipper zum Verwechseln ähnlich. Leider ist keinerlei Herstellerbezeichnung sichtbar. |
| Testbericht |
Der Nipper liegt sehr gut in der Hand und ist genauso handlich wie z.B. die GE. Einziger Nachteil ist die nicht so gute Schneidkraft. |
| Fazit |
Als Anfängeranschaffung gut geeignet |
Hufeisenabnehmzange Produktbeschreibung |
14“ Zange, die leider keine Herstellerangaben hat |
| Testbericht |
Die Zange wies schon beim Öffnen des Pakets noch mehr als die Hufschneidezange deutliche Rostspuren auf. Darüber hinaus ist sie gut geeignet um Hufeisen abzunehmen, doch als Hufpfleger nimmt man selten Eisen ab. |
| Fazit |
| Als Erstanschaffung eine gute Wahl. Wir sind zuversichtlich, daß Hoof-it die rostigen Teile ausgetauscht hätte. |
Dick Raspel Turf Produktbeschreibung |
Länge 350 mm mit Angel, Breite 40 mm; grobe und feine Raspelseite, roter Dick Kunststoffgriff. |
| Testbericht |
Die Raspel hat gute Arbeitseigenschaften. Anfangs kann es bei zuviel Druck auf den Huf vorkommen, dass die Raspel sich leicht verhakt. Doch nach ein paar Hufen ist sie eingearbeitet und das Problem verschwindet von selbst. Der Griff lockerte sich leider nach wenigen Benutzungen und ließ sich nicht wieder befestigen machen. |
| Fazit |
Geeignetes Anfängermodell. Der Griff lässt jedoch zu wünschen übrig. |
Dick Hufmesser Produktbeschreibung |
Gerade, relativ schmale Klinge mit natur belassenem Holzgriff.
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| Testbericht |
Das Hufmesser ist wegen der geraden Klinge sehr gut geeignet um den Strahl in Form zu bringen. Auch Eckstreben lassen sich gut zurückschneiden. |
| Fazit |
Das Messer liegt sehr gut in der Hand. Die Schneidkraft war von Anfang an sehr gut. Nur zu empfehlen! |
Hufkratzer Produktbeschreibung |
Grüner Hufkratzer mit Kunststoffbürste auf der einen und Schaber auf der anderen Seite. |
| Testbericht |
Die Metallspitze zum Auskratzen ist relativ spitz, was auch das Lösen von kleinsten Steinen ermöglicht. Mit dem Schaber kann man grobe Verschmutzungen auf der Außenseite der Hufe beseitigen, mit der Bürste erledigt man die Feinheiten. |
| Fazit |
Der Hufkratzer entspricht allen Anforderungen und ist sehr empfehlenswert. |
Hufbürste Produktbeschreibung |
Ovale Bürste mit Handschlaufe und sehr harten Borsten. |
| Testbericht |
Man kann verschmutzte Hufe vor der Bearbeitung von allen Seiten sehr gut reinigen – die Raspel und das Messer bleiben länger scharf. |
| Fazit |
Sollte auf keinen Fall fehlen. |
| Wrap-n-Ride |
Ein Klebeprodukt hat in den Händen einer Hufpflegerin nichts verloren. Drum testen wir das Wrap-n-Ride hier auch nicht. |
| Kosten |
| US $ 588,-- |
| Fazit |
Es ist alles Empfehlenswerte enthalten. Der Preis ist sehr interessant. Bis auf kleine Macken ist die Qualität in Ordnung. Wer erst mal ein paar Jahre arbeitet, wird allerdings zu hochklassigerem Werkzeug greifen. Was nicht nur besser ist, sondern auch teurer. Aber jeder fängt mal klein an und dies ist wirklich nicht der schlechteste Beginn. Als Erstausstattung unbedingt empfehlenswert. |
| Hersteller |
| HIMG Inc HOOf-it Technologies P.O. Box 382 Minden, NV 89423 www.hoof-it.com |
| Beim Chef selbst heinz@hoof-it.com Alle Rechte, auch der Übersetzung in fremde Sprachen liegen bei der BESW Hufakademie. Kein Teil der Publikation darf ohne schriftliche Genehmigung der BESW Hufakademie in irgendeiner Form – durch Photokopie, Mikroverfilmung oder irgend ein anderes Verfahren – reproduziert oder in eine von Maschinen, insbesondere von Datenverarbeitungsmaschinen, verwendbare Sprache übertragen werde, das gilt auch für jedwede digitale Verarbeitung oder Verwendung in Datennetzen. |
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