BESW - Hufakademie

Hufpflege - Huftechnik - Hufbeschlag

Hufakademie | Hufpflege | Huftechnik | Hufbeschlag | Fachhufschmied | Western Farrier | Termine Preise | Anmeldung | Prüfung | Infothek | Huftechnik Wiki | Hufexperten | Forum |
Pferdedentistik | Pferdeosteopathie |

Bookmark Buttons


Bookmark bei: Mr. Wong Bookmark bei: Webnews Bookmark bei: Oneview Bookmark bei: Favoriten Bookmark bei: Seekxl
Bookmark bei: Linkarena Bookmark bei: Readster Bookmark bei: Icio Bookmark bei: Favit Bookmark bei: Linksilo
Bookmark bei: Folkd Bookmark bei: Yigg Bookmark bei: Del.icio.us Bookmark bei: Facebook Bookmark bei: Google
Bookmark bei: Technorati Information Bookmark bei: Twitter Bookmark bei: Flickr Bookmark bei: Xing

 

 

 

Vettec Soul Guard

Text: Andreas Eberl, Hufpfleger, Huftechniker, Hufschmied und Dr. Alexander Wurthmann
Fotos: Andreas Eberl, Hufpfleger, Huftechniker, Hufschmied
Redaktion: Dr. Alexander Wurthmann


Vettec Hoof Care Products aus dem californischen Oxnard gilt seit Jahren zu Recht als einer der führenden Anbieter verschiedener Klebe-Produkte für die Hufversorgung und Hufreparatur. In 2007 wurde der Equi-Pak CS von der Allianz für Hufbearbeitung e. V. und der BESW Hufakademie zum Hufschutz des Jahres ausgerufen. Nun also ein neues Produkt.

Produktbeschreibung

Sole Guard ist für Barhufgänger entwickelt worden. Es handelt sich um eine aus Urethanelastomer hergestellte Klebemasse, die nach dem Auftragen sehr stark aushärtet. Sie soll den Wechsel auf härteres Geläuf ermöglichen.

 

 

Verarbeitung

Die Hufe werden wie bei allen Klebeprodukten ausgeschnitten und entfettet. Vettec schlägt zwei Verarbeitungsvarianten vor, die sich jedoch kaum voneinander unterscheiden. Einmal wird eine durchsichtige Kontourfolie verwendet. Sie hat den Vorteil, dass die Verteilung der Masse auf der Sohle kontrolliert werden kann. Ich verwendete das Foam Board von Vettec, welches von der Anwendung des EQUI-PAK CS bekannt ist.Der Huf wird vor dem Auftragen von Sole-Guard ebenfalls mit dem Fön getrocknet.

Der Huf wird anschließend zwischen die Beine genommen, die Sohle fast waagerecht gehalten und Sole-Guard vom Strahlende nach vorne aufgebracht.



Die erste Menge die durch die Mischkanüle kommt wird nicht verwendet. Damit stelle ich sicher, dass die Masse richtig gemischt ist. Sole-Guard ist leicht zähflüssig, verläuft jedoch gut, so daß die Verteilung auf der Sohle sehr einfach ist. Das Foam Board liegt beim Auftragen bereits an der Zehe an und wird nach dem Auftragen auf den Tragrand gedrückt. Entsprechend der Anleitung soll das Niveau von Sole-Guard die des Tragrandes nicht übersteigen.




Nach Ca. 30 Sekunden bis zu einer Minute wird der Huf nach dem Auftragen gehalten, um ihn danach abzustellen. Sinnigerweise sollte der Untergrund eben sein, so daß die Sole-Guard-Sohlenfläche plan wird. Zeitgleich wird der gegenseitige Huf angehoben, damit bis zum Aushärten keine Bewegung das Abbinden stört.

 



Durch die Belastung wird überschüssiges Material bevorzug in den Strahlfurchen nach außen gedrückt.

Nach 5-6 Minunten (ich habe auf Grund der Außentemperatur etwas länger gewartet) wird die Folie / das Board abgezogen und das überschüssige Material mit dem Hufmesser entfernt.

 


Testbetrieb

Ein geeigneter Testkandidat war auch gleich gefunden. Bobo, ein 9 Jahre alter , barhufiger Painthorsewallach, der viermal die Woche auf unterschiedlich hartem Geläuf/Boden bis zu jeweils 3 Stunden bewegt wird.


Bobos Hufwände sind normal geneigt, die Neigung der seitlich betrachteten Fesselachse liegt im oberen Normalbereich, hat eine mittlere normal gewölbte Sohle und einen gut ausgebildeten Strahl. Der Tragrand hatte gegenüber der Sohle keinen Überstand.

 

 

Bobo quittierte die Sonderbehandlung mit vorsichtigem Schritt. Ich empfehle nach dem Kleben generell die Pferde möglichst 2 Stunden trocken stehen zu lassen, so daß der Kleber komplett durchhärten kann.

 

Anschließend durfte Bobo in die Box. Am nächsten Tag verabredeten Bobos Besitzerin und ich uns zu einem einstündigen Ausritt. Leider konnten wir beim Ausritt keine besondern Verbesserungen von Bobos Laufverhalten gegenüber dem vorhergehenden Barhufzustand feststellen. Mag sein, dass sich einfach im Kopf das fühlige Gefühl von aufgekiesten Wegen eingebrannt hat oder Bobo das Gefühl der gefüllten Sohle nicht behagte.

Die Abnutzung des Pads war gering. An der Zehe etwas mehr.


Im rechten Bild sieht man den Zustand nach neun Tagen. Nach einigen Tagen hatte sich an der Zehe das Pad von der Sohle leicht gelöst, jedoch hielt das ganze noch sehr gut. Nach 17 Tagen verlor Bobo beide Pads innerhalb eines Ausrittes jeweils im Galopp. Zu bemerken ist hierzu, dass Bobo zu 80 % draussen auf der Koppel stand und die restliche Zeit in der Box. Bobos Gangverhalten veränderte sich wärend dieser Zeit und anschließend nicht. Die Sohle und der Strahl waren in einem guten Zustand, also keine Fäulnis oder ähnliches.


Fazit

Sole-Guard ist als Hufschutz, der von unten geklebt wird derjenige, welcher am längsten gehalten hat. Erstaunlich, da speziell über die Sohle die meiste Feuchtigkeit des gesamten Hufes abgegeben wird und Feuchtigkeit die Klebeverbindung löst. Zudem wurde nicht besonders auf eine trockene Haltung geachtet. Sonst hätte Sole-Guard bestimmt noch länger gehalten. Die Verarbeitung ist, wie oben beschrieben, einfach. Auch wenn sich mein Proband durch sein Verhalten nicht eindeutig für Sole-Guard ausgesprochen hat, denke ich, dass dieses Prinzip gut geeignet ist, um Barhufgänger zeitlich begrenzt das Laufen auf härteren Geläuf/Boden zu ermöglichen.

Kontakt zum Autor

Bezugsquelle

Hersteller:

Vettec Hoof Care Products
600 E. Hueneme Road
Oxnard, California 93033
USA
www.vettec.com

In Europa:

Vettec Hoof Care Products
Zonnebaan 14
3542 EC Utrecht
The Netherlands
Tel. 0031-30-241 1823
Fax 0031-30-241 0054
info@vettec.net
www.vettec.net


Bezug über Hufbeschlagshänder z. B.Hufbeschlag-Artikel-Fachhandel

Andreas Strohm
Ikarusstr. 26
D 40474 Düsseldorf
Tel. 0211/650408/0
Fax 0211/650408/77
info@strohm.de
www.strohm.de

Die 180 ml-Kartusche ist gegenwärtig (1.10.08) für € 56 incl. Mehrwertsteuer erhältlich.


Alle Rechte, auch der Übersetzung in fremde Sprachen liegen bei der BESW Hufakademie. Kein Teil der Publikation darf ohne schriftliche Genehmigung der BESW Hufakademie in irgendeiner Form – durch Photokopie, Mikroverfilmung oder irgend ein anderes Verfahren – reproduziert oder in eine von Maschinen, insbesondere von Datenverarbeitungsmaschinen, verwendbare Sprache übertragen werde, das gilt auch für jedwede digitale Verarbeitung oder Verwendung in Datennetzen.

Der Testbericht als download

Zurück zu den anderen Testberichten
Für pdf-Dateien benötigen Sie den Adobe Acrobat Reader